wtorek, 29 marca 2016

Exploseum DAG Fabrik Bromberg - Bydgoszcz

The Second World War; German industrial architecture. An European tourist and historical attraction in Bydgoszcz, Polen. Text in Englisch und Deutsch.
Exploseum DAG Fabrik Bromberg
The new Exploseum War Technology Centre, an open-air industrial architecture museum located in Budgoszcz, Poland unveils the secrets of one of the largest German pre-war arms factory – the DAG Fabrik Bromberg. The museum attracts tourists from all over the world.
Exploseum DAG Fabrik Bromberg
DAG-Fabrik Bromberg was built between 1939 and 1945 as part of three German arms factories belonging to Dynamit-Aktien Gesellschaft. The company was established in the 19th century by Alfred Nobel, the famed Swedish chemist who invented dynamite and established the Nobel Prize. Nobel’s factory produced nitro-glycerine and smokeless powder that was then used in the production of ammunition.
Exploseum DAG Fabrik Bromberg
After World War II ended, the complex remained abandoned and partly destroyed. A group of local military enthusiasts vowed to protection the historical site, and suggested that the factory could be restored and turned into a military museum. Garnering support from the European Regional Development Fund, local authorities and experts from the Leon Wyczolkowski District Muzeum in Bydgoszcz managed to launch a project to open the Exploseum War Technology Centre in July 2011.
Exploseum DAG Fabrik Bromberg
Under the project, the former military complex DAG-Fabrik Bromberg was adapted for cultural, educational and tourism purposes. An open-air industrial architecture museum featuring an underground tourist route and the Exploseum War Technology Centre DAG Fabrik Bromberg was created.
Exploseum DAG Fabrik Bromberg
Source text: ec.europa.eu

Das interessante Artikel in Deutsch,  Polen Magazin, 6. Juni 2011.

Hochgefährlich ging es während des Zweiten Weltkrieges in den Wäldern um Bydgoszcz (Bromberg) zu. Die „Dynamit Nobel Aktien-Gesellschaft“ (DAG) produzierte hier Munition und Sprengstoff für die deutsche Wehrmacht und beutete dafür auch Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Insassen aus. 
Exploseum DAG Fabrik Bromberg
Nach Kriegsende demontierte die Rote Armee die Anlagen. Am 2. Juli öffnet in der ehemaligen DAG-Fabrik ein neues Museum – Polens erstes „Exploseum“.
In dem neuen Museum dreht sich alles um die Herstellung von Sprengstoffen. In der ehemaligen DAG-Fabrik Bromberg wurden von 1942-1945 kriegswichtige Sprengstoffe in Massenproduktion hergestellt. Erbaut wurde das rund 30 Gebäude umfassende Werk von Zwangsarbeitern, welche die deutschen Besatzer unmittelbar nach Kriegsbeginn verpflichtet hatten.
Zwangsarbeiter waren es auch, die gemeinsam mit Kriegsgefangenen und KZ-Insassen die Produktion am Laufen hielten. Unter Einsatz ihres Lebens verübten zahlreiche von ihnen Sabotageakte, um der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft Schaden zuzufügen. Auch daran wird im neuen Museum erinnert. Zunächst werden sieben Gebäude für den Besucherverkehr geöffnet. Der Eingang ins Museum befindet sich im ehemaligen Verwaltungstrakt. Durch einen Tunnel gelangen die Museumsbesucher in die weiteren Gebäude mit der ständigen Ausstellung.
Exploseum DAG Fabrik Bromberg - Bydgoszcz
Ein Großteil wird der Geschichte des Geländes sowie der DAG und ihrem Gründer Alfred Nobel, dem Erfinder des Dynamits, gewidmet sein. In einer multimedialen Installation erfährt man beispielsweise, wie die Produktion von Nitroglycerin im Werk Bromberg ablief. Im größten Gebäude des Komplexes erwartet die Besucher eine Ausstellung, welche die Geschichte der Feuerwaffen vom einfachen Handrohr bis hin zu den Maschinengewehren des 20. Jahrhunderts nachzeichnet.
Zwei weitere Ausstellungsteile sind den Zwangsarbeitern sowie deren Sabotageaktionen gewidmet. Zu sehen sein werden auch der Originalbefehl des KZ-Kommandanten von Stutthoff zum Bau eines KZ-Außenlagers im nahe gelegenen Legnowo sowie eine Liste mit den Namen von 1.000 jüdischen Insassinnen, die für die Patronenbefüllung „bereitgestellt“ wurden. Das „Exploseum“ ist bis Anfang 2012 nur über das Gelände des Chemiewerks Zachem am östlichen Stadtrand von Bydgoszcz (al. Wojska Polskiego 65) zu erreichen und zunächst nur für Gruppen zugänglich. Später soll die Ausstellung erweitert und auch für Individualbesucher geöffnet werden. Führungen werden in polnischer Sprache sowie auf Englisch und Deutsch stattfinden. Geplante Öffnungszeiten: täglich außer Montag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Brigitte Jaeger-Dabek
das-polen-magazin.de
All Photos by Elisabeth Fazel

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